Arbeitswelt
Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt: Neueste Entwicklungen und Herausforderungen
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen wird immer beliebter, aber viele Firmen haben Schwierigkeiten, den wirtschaftlichen Nutzen von KI nachzuweisen. Ein neuer Ansatz zur Bewertung des wirtschaftlichen Nutzens von KI wurde vorgestellt und erste Ergebnisse zeigen, dass KI die Produktivität in regulierten Branchen wie Gesundheitswesen, Banken und Energie erheblich steigern kann. Allerdings gibt es auch Herausforderungen, wie z.B. notwendige Prozessüberholungen und strenge Datenschutzanforderungen, die das Wachstum der Erträge verzögern können.
Wichtigste Punkte
- Neuer Ansatz zur Bewertung des wirtschaftlichen Nutzens von KI vorgestellt
- KI kann Produktivität in regulierten Branchen erheblich steigern
- Herausforderungen bei der Implementierung von KI in Unternehmen
- Notwendige Prozessüberholungen und strenge Datenschutzanforderungen
Chronologie / Entwicklungen
- 2026-07-04: Webinar 'KI-ROI messen' findet statt, ein praxisnaher Ansatz zur Bewertung des wirtschaftlichen Nutzens von KI wird vorgestellt
- 2026-07-07: Tatsoft veröffentlicht FrameworX 10.1.5, eine industrielle Ontologiebasis mit einem Live-Wissensgraphen und einen lokalen KI-Dienst
- 2026-07-07: L'Oreal, Mondelez und Nestle setzen KI ein, um die Produktentwicklung zu beschleunigen und effizienter zu gestalten
- 2026-07-07: Apollo-Chefökonom Torsten Slok äußert Bedenken, dass die durch KI erwarteten Gewinnsteigerungen in regulierten Branchen möglicherweise hinter den optimistischen Prognosen der Wall Street zurückbleiben könnten
Originallinks
Alle Artikel, die in diese Summary eingeflossen sind. So können Leser jederzeit die Originalquelle öffnen.
heise-Angebot: KI-ROI messen: Was bringt der KI-Einsatz wirtschaftlich wirklich?
Im Webinar "KI-ROI messen: Was bringt der KI-Einsatz wirtschaftlich wirklich?" von heise KI PRO, das am 4. August 2026 stattfindet, wird ein praxisnaher Ansatz zur Bewertung des wirtschaftlichen Nutzens von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen vorgestellt. Viele Unternehmen investieren in KI, können jedoch oft nicht konkret nachweisen, welche betriebswirtschaftlichen Vorteile sie daraus ziehen. Obwohl Führungskräfte Produktivitätsgewinne wahrnehmen, fällt es ihnen schwer, diese in Zahlen zu fassen, was häufig zu stagnierenden Pilotprojekten führt. Das Webinar nutzt klassische Kennzahlen zur Investitionsbewertung und überträgt diese Logik auf den Bereich KI, wobei sowohl die Anwendbarkeit als auch die Grenzen dieser Methoden erläutert werden. Besonders in der Wissensarbeit ist der Zusammenhang zwischen sichtbarer Aktivität und tatsächlicher Wirkung komplex, da Zeitgewinne oft durch zusätzliche Prüfungen wieder aufgezehrt werden. Die Teilnehmer erhalten wertvolle Einblicke in verschiedene Ansätze zur Messung des KI-Nutzens sowie einen Denkrahmen, um diesen in ihrem eigenen Unternehmen zu erfassen. Fachliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, und die Anmeldung umfasst auch die Webinarunterlagen und eine Teilnahmebescheinigung.
Tatsoft Ships FrameworX 10.1.5: Industrial AI Platform With Knowledge Graph and On-Premise AI Service
Tatsoft hat die neueste Version seiner Plattform FrameworX 10.1.5 veröffentlicht, die eine umfassende Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) für Ingenieure und Betriebsabläufe bietet. Diese Version beinhaltet eine industrielle Ontologiebasis mit einem Live-Wissensgraphen sowie einen lokalen KI-Dienst, der hinter der Firewall des Kunden betrieben wird. Ingenieure können nun komplexe Aufgaben, die zuvor Wochen in Anspruch nahmen, in nur einer Sitzung mithilfe eines KI-Assistenten erledigen. Betriebsleiter haben die Möglichkeit, in Echtzeit Fragen zu Prozessdaten und Alarmen zu stellen und erhalten sofortige Antworten. Das Upgrade ist kostenlos für bestehende Kunden und erfordert keine Migration. Die Plattform unterstützt über 100 industrielle Protokolle und ist mit verschiedenen Betriebssystemen kompatibel. Zudem wurden neue Funktionen wie Anbindungen an MongoDB und QuestDB sowie eine mehrsprachige Benutzeroberfläche hinzugefügt. Diese Entwicklungen versprechen eine signifikante Effizienzsteigerung in der industriellen Automatisierung und ermöglichen neue Arbeitsabläufe.
L’Oreal, Mondelez, and Nestle use AI to speed product development
L’Oreal, Mondelez und Nestle setzen Künstliche Intelligenz (KI) ein, um die Produktentwicklung zu beschleunigen und effizienter zu gestalten. L’Oreal nutzt KI, um die Auswirkungen von Molekülen auf Haut und Haar vorherzusagen, was die Produktformulierung erheblich beschleunigt. Ein Beispiel hierfür ist die Umnutzung von Molekülen aus Hautpflegeprodukten für neue Shampoos. Mondelez hingegen verwendet KI zur Rezeptentwicklung für bekannte Marken wie Cadbury und Oreo, wodurch die Anzahl physischer Proben verringert und die Effizienz gesteigert wird. Die KI-gestützten Rezepte zeigen zudem Verbesserungen in den Bereichen Ernährung, Nachhaltigkeit und Kosten. Nestle plant, bis Ende 2026 künstliche Lebensmittelfarben aus seinen Produkten zu entfernen, was eine umfassende Reformulierung erfordert. Insgesamt verdeutlichen diese Unternehmen, dass KI nicht die menschlichen Produktteams ersetzt, sondern deren Arbeit optimiert und beschleunigt.
Apollo economist warns AI profit gains outside tech could take "well beyond" what Wall Street expects
Torsten Slok, der Chefökonom von Apollo, äußert Bedenken, dass die durch Künstliche Intelligenz (KI) erwarteten Gewinnsteigerungen in regulierten Branchen wie Gesundheitswesen, Banken und Energie möglicherweise hinter den optimistischen Prognosen der Wall Street zurückbleiben könnten. Er betont, dass notwendige Prozessüberholungen und strenge Datenschutzanforderungen die Produktivitätsgewinne erheblich verzögern könnten. Während die Märkte ein rasches Wachstum der Erträge einpreisen, könnten die tatsächlichen Cashflows deutlich langsamer wachsen, was zu einer schmerzhaften Neubewertung vieler KI-Aktien führen könnte. Slok hebt hervor, dass es schwierig sei, Produktivitätsgewinne im Wissensbereich zu messen, was das Management vor Herausforderungen stellt, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Diese Verbesserungen würden oft in den täglichen Betrieb integriert und seien nicht direkt in der Bilanz sichtbar, was die Situation weiter kompliziert.